Herm

Herm ist, ebenso wie Shayne, Novize im Tempel der Ewigen Nacht. Doch das Schicksal hat es nicht gut mit ihm gemeint, denn:

(Zitat aus dem Buch)

"Er war ein etwas gedrungener Elf, wie man sie oft bei Verbindungen zwischen Menschen und Dunkelelfen sah. Ihre Geschicklichkeit konnte es bei weitem nicht mit der eines echten Elfen aufnehmen, doch dafür besaßen sie mehr Muskeln. Herm, so hieß der Schüler, hatte wahrscheinlich einen menschlichen Großvater oder Urgroßvater. Für einen Halbling waren seine Züge zu elfisch.
Üblicherweise vereinigte ein Kind zweier Völker die besten Eigenschafter derselben. So gab es eben Halblinge mit der Geschicklichkeit von Elfen und der Kraft eines Menschen, oder welche, die so klein und stämmig waren wie Zwerge, und so widerstandsfähig wie ein Ork.
Bei Herm schien genau das Gegenteil der Fall zu sein. Der arme Kerl hatte ausschließlich die schlechten Eigenschaften seiner Eltern geerbt. Sein Gesicht wirkte wie eine Maske des immerwährendens, etwas dümmlichen Staunens in der leidlichen Anstrengung, schlank zu sein. Seine Haut wollte den Dunkelelfen nacheifern und die Farbe des Ebenholzes annehmen, kam aber nur bis zu einem gelbbraunen Ton, der alles andere als natürlich war. Wenn man mit einer solchen Hautfarbe im Wald untertauchen wollte, mußte man zuerst die Bäume streichen.
Herms Muskeln waren zwar vorhanden, doch nicht an den richtigen Körperpartien. Er besaß keinen nennenswerten Bizeps, aber dafür hatte er Unterarme, die einem berühmten Seemann das Wasser reichen konnten. Er war zweifellos geschickt, wenn man den Maßstab eines Betrunkenen anlegte. Seine Augen befanden sich auf unterschiedlicher Höhe, was die Natur dadurch auszugleichen versuchte, daß sie ihn schielen ließ. Wenn Herm das Bogenschießen übte, traf er oft die Mitte der Zielscheibe - auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes."